Sicherheitsexperten warnen vor Spionage in deutscher Laser-Industrie – USA fallen bei Laserinnovationen zurück

Laser

München – Die deutsche Laser-Industrie muss sich Sicherheitsexperten zufolge auf einen Anstieg der Industriespionage einstellen. „Die US-amerikanische Innovation in der Lasertechnik lässt nach – das weckt Begehrlichkeiten bei deren Nachrichtendiensten, sich deutsches Know-How auf dem schnellen Weg über Spionage anzueignen“, sagte Sebastian Okada, Leiter für Ermittlungen bei der Sicherheitsberatung Corporate Trust in München. „Die bereits laufenden Angriffe werden künftig nur noch intensiver werden“.

Europa und Asien haben in den letzten Jahren bei der Entwicklung von Hochintensitätslasern die USA deutlich überholt, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie der US-amerikanischen National Academies of Sciences, Engineering and Medicine offenlegt. Hochintensitätslaser werden in der Medizin, bei der Atomwaffenentwicklung, in der Industrieproduktion und Wissenschaft eingesetzt.

Demnach werden heute 80 bis 90 Prozent der neuen Laser der sog. Petawatt-Klasse außerhalb der USA entwickelt und hergestellt. „Die USA haben ihre frühere Dominanz verloren“, schlussfolgerten die Wissenschaftler in ihrer Untersuchung.

Die Laser-Industrie in Deutschland und anderen europäischen Ländern ist seit Jahren explizites Aufklärungsziel der US-amerikanischen Nachrichtendienste, wie eine Analyse von Corporate Trust zu den Snowden-Dokumente belegt.

„Die Vorgehensweise bei der Spionage ist meist eine Kombination von technischen Angriffsmethoden und so genanntem Social Engineering, also der gezielten Manipulation von Mitarbeitern, um Zugänge ins Unternehmen zu bekommen“, sagte Okada.

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